Schmusetuch – Ein Seelentröster
Was für Erwachsene bei Kummer und Sorgen die Schokolade oder die Sahnetorte ist, ist für Babys und Kleinkinder das Schmusetuch. Dieses Tuch ist immer da, wenn Baby etwas zum Schmusen braucht, es trocknet die Tränen und es ist ein treuer Begleiter auf allen Wegen und Reisen.
Das Wort Schmusetuch ist im Grunde etwas unglücklich gewählt, da man sich als Erwachsener unter einem Tuch ein dünnes, viereckiges Stück Stoff vorstellt. So ein Tuch zum Schmusen sieht jedoch oftmals ganz anders aus. Der wahre Grund dafür, dass es diesen Namen trägt, ist wahrscheinlich der, dass es sich bei den für diese Tücher verwendeten Stoffen nur um die kuscheligsten und weichsten Materialien handeln darf. Und da es sich nun mal nicht um ein Schmusetier oder um ein Schmusekissen handelt, wurde dann eben der Begriff Tuch verwendet.
Das Schmusetuch kann ganz unterschiedliche Formen haben. Viele dieser Tücher sind an den Ecken mit Knoten oder Schleifen versehen. Und diese oder ähnliche Dinge befinden sich nicht nur rein zufällig an diesen kuschelweichen Tüchern. Sie erfüllen nämlich auch wichtige Zwecke. So werden diese Knoten oder Schleifen besonders gern von Babys in den Mund genommen, bei denen sich die ersten Zähnchen ankündigen. Dann kauen sie auf dem Stoff herum und massieren so ihr Zahnfleisch und lenken sich obendrein von den Schmerzen des Zahnens ein wenig ab.
Das Schmusetuch ist bei vielen Kindern nicht nur in den ersten Lebensmonaten ein wichtiger Begleiter. Auch darüber hinaus ist das Tuch, wenn es einmal ins Herz geschlossen wurde, praktisch unentbehrlich. Und in all der Zeit müssen diese Tücher so einiges aushalten. An ihnen wird genuckelt, gekaut, gezogen und sie werden überall mit hingeschleppt. Für die Eltern bedeutet dies, dass sie den Seelentröster und Begleiter ihres Kindes regelmäßig waschen sollten. Dies sollte entweder vom Kinde unbemerkt geschehen oder Eltern sollten immer einen sauberen „Zwilling“ dieses Tuches im Schrank haben.
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