Lauflernhilfe
Mit Lauflernhilfe zu Babys ersten Schritten?
Eine Lauflernhilfe, auch bekannt unter den Bezeichnungen Gehfrei, Babywalker oder Lauflernschule, unterstützt Babys darin, sich in einem größeren Radius fortzubewegen und soll die natürliche Bewegungsentwicklung von Babys unterstützen. Es handelt sich dabei um einen Sitz, der in einem fahrbaren Gestell befestigt ist. Das Baby wird so hineingesetzt, dass es sich durch Strampeln mit der Lauflernhilfe fortbewegen kann. Oft ist an dem Gehfrei noch ein kleines Tischchen befestigt, auf dem das Kind sein Spielzeug und andere Dinge ablegen kann. Manchmal findet man anstelle des Tisches auch nur eine Begrenzung, an der kleinere Spielzeuge befestigt sind.
Babys in einem Alter, in dem sie langsam mit dem Laufen beginnen, können mit der Lauflernhilfe ihre Umgebung frei und ohne Hilfe erkunden. Sie besitzen bereits die Neugier und den Bewegungsdrang, um sich durch die Wohnung zu bewegen, jedoch ist es kaum einer Mutter oder einem Vater möglich, über Stunden am Tag diesen Drang zu unterstützen. Daher übernimmt die Lauflernhilfe diese Aufgabe und gibt dem Kind eine gewisse Freiheit.
Kritiker der Lauflernhilfe führen an, dass Kinder auch ohne einen solchen Babywalker das Laufen lernen. Die Kritik geht sogar so weit, dass behauptet wird, der natürliche Bewegungsablauf beim Laufen würde durch die Lauflernhilfe gestört und das Lernen des Laufens sogar verzögert. Darüber kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein. Eines jedoch ist unbestritten, Eltern, die ihren Kindern die Freiheit geben, sich selbstständig mit der Lauflernhilfe durch die Wohnung und das Haus zu bewegen, dürfen ihre Kinder dabei nicht aus den Augen lassen, denn Babys können Entfernungen und Geschwindigkeiten noch nicht abschätzen. Sie laufen daher schnell einmal vor Möbel, Türen oder andere Gegenstände und können dabei unter Umständen sogar mit der Lauflernhilfe umfallen und sich verletzen. Beschädigungen an Möbeln müssen auf jeden Fall in Kauf genommen werden, wenn ein Säugling sich frei mit dem Gehfrei in der Wohnung bewegt. Besonders groß ist die Unfallgefahr, wenn sich Treppen in der Reichweite des Kindes befinden, denn schon häufig ist es vorgekommen, dass Kinder mit der Lauflernhilfe Treppen herunter gestürzt sind.
Wer jedoch alle Sicherheitsvorkehrungen einhält und sein Kind beobachtet, während es sich mit der Lauflernhilfe bewegt, kann seinem Baby zumindest über eine kurze Zeit am Tag einen großen Aktionsradius ermöglichen und hat dadurch die Möglichkeit, seinen eigenen Verrichtungen ohne das Baby auf dem Arm nachzugehen.



